Chronik

 

Gruppenbild

 

Im Jahre 1931 wurde die Freiwillige Feuerwehr Klein Gaglow gegründet Am 31.05.1931 fand in der Gaststätte Weise in Klein Gaglow die Gründungsversammlung statt. Namen der Gründer wie Erich Kirst, Paul Gesell, Alfred Trampenau, Walter Nowka, Heinrich Kasper, Alfred Gabriel und Alfred Schmidt werden den Älteren Bürger noch gut bekannt sein. Die Leitung übernahm der Kamerad Gustav Gesell. Die Wehr erhielt auch gleich ihre 1. Motorspritze

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Nach den schweren Jahren des 2.Weltkrieges wurden im Juni 1946 die ersten Maßnahmen zum Wiederaufbau der Wehr getroffen. Während der ersten Versammlung am 21.09.1946 konnten insgesamt 24 Feuerwehrleute aufgenommen werden. Wehrführer Erich Kirst hatte alle Mühe, die Kameraden zusammen zuhalten. Die notdürftige Einkleidung reichte nur für 17 Kameraden. Die Feuerwehrspritze samt Schläuche waren in den Osten verschleppt worden.

 

Am 23.04.1949 wurde ein großes Vergnügen veranstaltet.
Der Grund war die Einweihung einer neuen Feuerwehrspritze TS 8.

Ab 1951 nahm Werner Rückmann als Wehrleiter die Geschicke der Wehr in die Hand. Seinem unermüdlichen Eifer ist es zu verdanken, dass die Wehr kontinuierlich den Aufgaben des Brandschutzes immer besser gerecht werden konnte. Schwerpunkt war die praktische und theoretische Ausbildung der Kameraden. Da die Wehr kein Löschfahrzeug besaß, kaufte die Gemeinde ein altes Postauto Typ K 30, das die Kameraden mit großem Elan zu einem Feuerwehreinsatzfahrzeug umbauten. Dadurch waren nun auch überörtliche Einsätze möglich.

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Im Jahre 1960 wurde zur Trocknung der Schläuche und zur Ausbildung der Kameraden mit Leitern am alten Gerätehaus ein Steigerturm unter Anleitung und Mitwirkung des damaligen Zimmereibetriebes Erich Görlitz errichtet. Das dazu benötigte Holz wurde von den Kameraden der Wehr eingeschlagen und im Gatterschuppen der Stellmacherei Knothe fachlich zugeschnitten.

altes Gerätehaus




Im Oktober 1968 wurden die ersten 3 Frauen Marie Rückmann, Waltraut Schimke und Rosel Giebler in unsere Wehr aufgenommen. Ihrem Beispiel folgten weitere so das 1969 bereits eine Frauenlöschgruppe komplett war.

Seit dem Jahr 1968 ist für unsere Wehr die Teilnahme an Feuerwehrwettkämpfen zu einer Tradition geworden. Näheres erfahren sie auf der Webseite Feuerwehrsport.

Großes Augenmerk wurde seit jeher auf die Ausbildung des Nachwuchses in der AG " Junge Brandschutzhelfer " gelegt. Um die Ausbildung dieser Mitglieder interessanter zu gestalten wurde ein kleiner Tragkraftspritzenanhänger in Eigeninitiative aufgebaut. Als Zugfahrzeug dazu wurde in den Jahren 1974/75 ein Trabant-Kübel umgebaut. Aus den Jungen Brandschutzhelfern wurde die heutige Jugendfeuerwehr gegründet mit ihrem Jugendwart Siegmund Rückmann.

Seit 2005 leitet Andreas Giebler als Jugendwart die Nachwuchsarbeit der Jugend- und Kinderfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Klein Gaglow.


Da das alte Spritzenhaus den Anforderungen nicht mehr genügte und ein Anbau nicht möglich war, hat die Gemeinde 1976 eine Scheune gekauft.Innerhalb von10 Monaten schafften es die Kameraden diese Scheune in modernes Gerätehaus mit 2 Fahrzeughallen und einen Versammlungsraum und Toilettentrakt umzubauen.

Alte Scheune vor dem Umbau zum Feuerwehr-GerätehausGerätehaus nach dem Umbau

1981 erhielten wir dann vom ehemaligen Kreis Cottbus-Land ein neues Löschfahrzeug LF 8 mit STA um den gestiegenen Anforderungen im Brandschutz besser gerecht werden zu können .

Nach dem Tode von Werner Rückmann übernahm 1982 Heinz Schimke die Funktion als Wehrleiter.


Auch die Wende ging an unserer Wehr nicht spurlos vorbei. Viele neue Eindrücke und Erkenntnisse wurden gesammelt. So wurde von den Kameraden im Juni 1990 zum ersten mal der Deutsche Feuerwehrtag in Friedrichshafen besucht. Hier wurden auch die ersten Kontakte zu unserer heutigen Partnerwehr, den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart - Sommerrain geknüpft.


Mit Zunahme des Straßenverkehrs und auch der Unfälle nach der Wende wurden unserer Wehr Abschnitte der Autobahn A 15 und der Bundesstraße B 169 zugewiesen. Aber für solche Einsätze reichte der LF 8 nicht mehr aus.
Im Juni 1995 erwarb die Großgemeinde Kolkwitz für uns eine LF 16 von der Werkfeuerwehr der Laubag. In 550 Arbeitsstunden machten die Kameraden in ihrer Freizeit dieses Fahrzeug wieder verkehrs- und einsatzbereit. Es wurde auf DIN-Norm umgerüstet und viele neuen Geräte, z.B. Schneid- und Spreizgerät, Lichtaggregat und Schnellangriffseinrichtung eingebaut.


Aus gesundheitlichen Gründen legte Heinz Schimke 1998 das Amt als Wehrführer nieder.

In diesem Jahr übernahm Peter Arnold die Position des Ortswehrführers.

In den folgenden Jahren wurde unser geografisches Einsatzgebiet auch erweitert. Eine neue Waldbrandausrückeordnung, welche vom Landkreis Spree-Neiße entworfen und umgesetzt wurde, beinhaltet eine Alarmierung unserer Wehr auch zu überörtlichen Waldbränden in den Nachbarämtern beziehungsweise der Nachbarstadt Drebkau.

Die hohe Einsatzbereitschaft der Klein Gaglower Frauen und Männer wurde im Jahre 2005 mit einem neuen Einsatzfahrzeug belohnt. Im Rahmen der kreislichen Ersatzbeschaffung erhielten wir ein fabrikneues Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W). Das Fahrgestell ist ein Iveco Daily, den Aufbau fertigte Magirus im BTG Görlitz. Seit März 2005 ist es bei uns im Einsatz und neben der Mindestausstattung nach DIN 14530 / EN 1846 zusätzlich mit Hydraulischen Rettungsgerät, Lichtmast und einem 750 Liter fassenden Löschwasserbehälter ausgestattet.

Das bisherige LF 16 W 50 ging an die Ortswehr in Krieschow und leistete dort noch mehrere Jahre gute Arbeit. Inzwischen ist das Löschfahrzeug außer Dienst.

Überschattet wurde das Jahr 2005 aber auch vom plötzlichen Tod des Ortswehrführers Peter Arnold.

Die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr übernahm im August des Jahres 2005 Roberto Rückmann.

Im Jahr 2008 starteten umfangreiche Umbau- sowie notwendige Sanierungsarbeiten am Gerätehaus. Ab August wurde ein neuer, größerer Versammlungs- und Schulungsraum angebaut. Das Dach wurde neu eingedeckt. In der Fahrzeughalle ist durch Entfernen einer Wand mehr Platz geschaffen. Der bisherige Versammlungsraum wurde zu Umkleideräumen und Sanitäranlagen mit Duschen, jeweils für Frauen und Männer getrennt, umgebaut.
Anlässlich des Dorffestes am 11. Juli 2009 fand die offizielle Einweihung statt.

Geraetehaus

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